Ein Wahrsagekartendeck besteht meist aus 36 Karten. Auf diesen Karten werden hauptsächlich Symbole abgebildet, die mit dem alltäglichen Leben in Verbindung gebracht werden. Jedes Symbol steht für einen bestimmten Lebensbereich oder ein alltägliches Ereignis. In vielen Kartendecks ist zum Beispiel ein Haus abgebildet. Es steht für die Familie und den privaten Bereich, doch erst in Kombination mit anderen Karten ergibt die einzelne Karte eine Aussage. Liegt beispielsweise neben dem Haus eine Karte, die sinnbildlich für Streit steht, so muß man die Schlußfolgerung ziehen, daß es im privaten Bereich Streit und Mißverständnisse gibt. Folgen diesem Kartenbild weitere Karten, so kann man sich über den Verlauf des Streites, den Grund und auch mit welchen Personen er stattfindet, genauer informieren.
Manche Wahrsagekarten, wie beispielsweise die Kipperkarten oder auch die Zigeunerkarten, haben reale Situationen abgebildet oder auch einen kleinen Titel mit auf der Karte stehen. Damit sind die Karten eindeutigen Lebensbereichen zugeordnet und können als sogenannte Signifikatorkarten für eine spezielle Frage herausgezogen werden. Auch bei diesen Karten gilt: Die umliegenden Karten geben detaillierte Auskunft über die Umstände und Ereignisse zu einer bestimmten Frage.
Diese Art von Karten eignet sich besonders gut, um Fragen über das eigene Leben oder das des Fragestellers näher zu analysieren. Hierbei kann das gelegten Legemuster - meist die Große Tafel - auch über zukünftige Ereignisse Auskunft geben. Vorausgesetzt man deutet die Bildinformationen auf den Karten richtig. Die erhaltenen Informationen können dem Kartenleger dann bei Entscheidungen und möglichem Verhalten behilflich sein.