20.05.2012

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Tarotkarten








Beim Tarot geht man davon aus, daß er die gleichen Wurzeln wie der Tarock hat und sich auch aus dem Tarock weiterentwickelt hat.

Ebenso wie der Tarock bestet Tarot normalerweise aus insgesamt 78 Karten, von denen die 22 Trümpfe als die große Arkana und 56 Farben- und Hofkarten als kleine Arkana bezeichnet werden. Arkana bedeutet Geheimnis.

In Verbindung zum Okkultismus und zur Esoterik wurde das Tarot aber erst im frühen 19. Jahrhundert gebracht. Der französische Gelehrte Gourt de Gebelin ging davon aus, daß es sich bei den Tarot-Karten um ein verlorenes Buch der alten Ägypter handeln müsse. Er ging davon aus, daß die Kartenbilder das geheime Wissen der ägyptischen Priester beinhaltete.

Etteilla führte diese Gedankengänge weiter und meinte auch zu wissen, daß der ursprüngliche Tarot von den Priestern auf goldene Blätter gezeichnet worden war und in einem Tempel nahe der ägyptischen Stadt Memphis aufbewahrt wurde.

Diese These ließen sich nie beweisen und auch heute liegt die Ursprungsgeschichte im Dunkel.

Einige Jahre später ca. 1854 verwarf Eliphas Levi diese Thesen als völlig lächerlich und ging seinerseits davon aus, daß der Tarot eine Verbindung zur   jüdischen Kabbala hatte und ordnete die Große Arkana den 22 hebräischen Buchstaben zu.

1889 verfasste Gerad Encausse, ein französischer Okkultist und besser bekannt unter dem Pseudonym Papus, ein Buch mit dem Titel 'Der Tarot der Zigeuner'. Papus nun wiederum ging davon aus, daß der Tarot aus dem indischen stammte und von den Zigeunern zum Wahrsagen benutzt wurde und auf diese Weise seinen Bekanntheitsgrad weltweit gewann.

Oswald Wirth veröffentlichte 1889 ein Tarot dem seine These zugrunde lag, der Tarot sei ein esoterisches Einweihungsbuch. Diese These wurde 1898 von Aleister Crowley weiterentwickelt und beinhaltete nun auch Elemente der Alchemie und Physik.

Den letzten großen Richtungswechsel in der Gestaltung der Tarotkarten verursachte Arthur E. Waite 1910, in dem er erstmals auch den kleinen Arkana allegorische Darstellungen verlieh.

Bei einer Tarot-Legung wird selten das ganze Blatt ausgelegt. Meist wird eine Anzahl an Karten gezogen, die für ein bestimmtes Legemuster benötigt wird.

Die Deutung der Legung gilt weniger einer Zukunftsvorhersage, wie bei den Wahrsagekarten, sondern soll das eigene Verhalten und die Emotionen des Fragestellers verdeutlichen. In psychologischer Kleinarbeit soll dem Fragesteller damit bewust gemacht werden, welche Situationen sein Verhalten hervorruft und welche Emotionen ihn selber behindern. Im weiteren Verlauf der Selbsterkenntnis soll es dem Fragesteller dann möglich sein, seine Vorgehensweisen seinen Zielvorstellungen anzupassen.

 


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